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Geschichte Japhgurs

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Geschichte JaphgursBearbeiten

Du willst einer Geschichte aus meiner Heimat lauschen, Fremder? Dann höre gut zu, dies ist die Geschichte des Bey Keshmal al'Harim ben Beruddim von Fercaba, wie er einen Purpurnen Wurm besiegte - und für ein paar Stücke Silber erzähle ich sie dir.

"So war es geschafft. Der Bey von Fercaba, dem ich und viele Krieger in das Gebirge, welches man als Raschtulswall kennt, folgten, um dort einen Purpurnen zu erschlagen, war siegrich und von Rastullah gesegnet Der Kampf war hart und lang. Nicht weniger als zwanzig meiner Mitstreiter verloren ihr Leben in diesem Kampf, aber der Bey konnte ohne einen Kratzer zu erleiden den Wurm bezwingen, so wahr ich Rashid ben Ilkan heiße. Mit gerechtem Zorn und dem Wohlwollen Rastullahs schlug er seinen Krummsäbel in den Leib des Untieres, während wr es mit Dschadra, Bogen und Pfeil bekämpften. Der Feueratem des Untiers verwandelte Kämpfer in Flammensäulen, seine dunkle Zauberei verursachte Wahn und Irrsinn. Doch am fürchterlichsten waren die Klauen. Hart wie Adamant und in der Lage, einen Mann mit einem Streich zu fällen.

Das Gebrüll ließ uns zaghaft werden. Doch der Bey schritt mutig voran, und nach und nach konnten wir den Drachen bezwingen. Denn einige von uns waren, wie der Bey auch, schlau genug gewesen und hatten sich mit einer Salbe eingerieben, welche vor dem Feuerodem schützte. So konnten sie erfolgreich dem Untier an den Leib rücken. Als der Drache dann endlich niedergerungen war und danieder lag, trat eine unselige Stille an die Stelle des Kampfeslärms und legte sich über den Ort des Geschehens. Keiner wagte einen Ton zu sagen. War der Purpurwurm tot? Einzig der Bey wagte es, sich diesem Grauen der Rechtschaffenheit zu nähern. Er spaltete mit seinem Doppelkhunchomer den Schädel und nahm sich die Seelenessenz des Drachen als Zeichen seines Sieges. Hell funkelte der Karfunkel - und, bei meiner Ehre, es schien, als würde uns etwas beobachten aus diesem unseligen Stein. Die Augen des Beys blickten starr in das Licht des Karfunkelsteins, und er fing an zu lachen, immer lauter und lauter. Und wir? Wir lachten mit, wir lachten unseren Zorn unsere Wut und unsere Angst, die wir im Kampf verspürt hatten, von uns. Freudenschreie, Segnungen und die Gewissheit "Wir waren siegreich, das Drachengezücht liegt zerschmettert im eigenen Blut! Hoch uns Heroen! Es lebe Bey Keshmal! Gesegnet sei Rastullahs Wille!" sprudelte aus uns heraus.

Der Bey befahl, dem Untier die Haut abzuziehen, damit man daraus eine besondere Rüstung schmiede, die Zähne herauszureißen, damit sie seinen Helm zieren mögen, und sogar die Sehnen zu nehmen, um einen Bogen von unglaublicher Treffsicherheit zu bauen. Er selbst stieg in die Tiefe des Hortes, um nachzusehen, welche Schätze dem Drachen sein Eigen war. Doch was fand er? Gold, Juwelen, Artefakte von großer Macht? Ja, dies alle fand sich im Hort des Unseligen, aber das, was uns in der Höhle noch erwartete, war wertvoller als das Geschmeide. Er war das Kind des Drachens - ein Junges, kaum geschlüpft, nicht fähig, alleine zu leben. Das Schuppenkleid nicht ausgehärtet, der Odem zu schwach, um ein Strohlager zu entzünden. Und doch schon die Macht in den Augen sichtbar. Als wir schon entschlossen hatten, dem Jungdrachen den Gar aus zu machen , schritt der Bey ein. Er sagte, wir sollen einen Käfig bauen für das Geschöpf und ein Seil bringen , um es zu fesseln. Er wolle das Drachenkind nach Fercaba bringen in seinen Palast, damit alle Welt sehe, dass er , der Bey Keshmal von Fercaba, nicht nur ein Drachentöter sei, sondern dass er der Einzige sei, der einen eigenen Drachen habe. Uns war nicht ganz wohl dabei, denn Rastullah sagt: "Meide das Echsengezücht!" Aber er war unser Bey, und wir waren ihm Gehorsam schuldig, war er doch immer guter Bey gewesen und an seinen Taten nie etwas auszusetzen.

Das Drachenkind fauchte wütend und schlug wild um sich, als wir es fesselten und in den Käfig sperrten. Glaub mir Fremder, es wusste sehr, was ihm bevorstand. Voller Zorn versuchte es, sich unserem Griff zu entziehen, und unbändiger Hass glitzerte durch seine Augen.

Als wir in unsere Heimat zurückkehrten, marschierten wir im Triumph durch die Stadt. Alle waren gekommen um uns zu begrüßen und um das Drachenkind zu sehen, das Japhgur geheißen wurde. Wie ein Lauffeuer war unsere Tat uns vorausgeeilt. Der Bey veranlasste, dass man eine Höhle vorbereiten solle. Es wurde ein Zwergenschmied beauftragt, welcher Fesseln aus bestem Stahl schmiedete, damit das Untier in dieser Höhle angekettet lebe und aufwachse. Denn, soviel wurde mir zugetragen, der Bey wollte den Drachen bändigen und zu seinem Reittier machen, ganz so, als ob es ein edles Schlachtross sei. Mit Gewalt, Magie und wohl auch mit dunkleren Methoden versuchte er, den Willen dieses Drachen zu brechen. Doch gelang es nicht, und so wurde der Drache bald nur noch als Trophäe gehalten, um der Eitelkeit meines Hernn zu dienen.

Der Drache wuchs rasant. Nun, ich weiß natürlich nicht, wie schnell Drachen wachsen, aber ich hätte nicht erwartet, dass es so schnell geht. Immer wenn man sich in der Nähe der Höhle aufhielt, war da dieses Gefühl von Unbehagen und man spürte förmlich den Hass, denn alle die Schläge, die Ketten, die Verhöhnungen und die Demütigungen, die Japhgur ertrug, konnten ihn nicht bezwingen, und er wartet auf seine Befreiung, um sich zu rächen. An allen, die ihm das angetan haben.

Er hasste die Menschen, Er hat es mir in meinen Träumen geschickt. Jede Nacht hörte ich es. Bis ich es nicht mehr ertrug. So verschwand ich aus meiner Heimat. Brach den Treueeid zu meinem Bey und kehrte Fercaba den Rücken zu.

Glaubt mir Fremder, wenn Japhgur befreit wird, dann wird sein Zorn jeden treffen, der das Unglück hat, ihm zu begegnen, Er wird seine Vergeltung suchen, nur dafür lebt er noch.

Gib mir noch einen Wein Fremder. Das Erzählen macht doch recht durstig."

Märchen eines alten Wanderers aus Fercaba

GewichtBearbeiten

0 Stein

FundortBearbeiten

Eine Truhe in der Höhle von Ruine Blutberge auf der Plattform, wo die Leibwächter von Kastan Wagnitz stehen.

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